Werdegang

Werdegang
Ich bin in Antwerpen (Belgien) geboren, in Berlin dreisprachig aufgewachsen und spreche deutsch, französisch, niederländisch und englisch.

Meinen ersten Blockflötenunterricht erhielt ich im Alter von 8 Jahren.

Studien
Nach dem Abitur in Berlin 1984 studierte ich an der UdK Berlin Musikpädagogik mit Hauptfach Blockflöte und Nebenfach Klavier. Nach dem Abschluss „Staatlich geprüfte Musikpädagogin“ 1987 schloss sich ein künstlerisches Aufbaustudium mit dem Hauptfach Blockflöte an, das ich 1989 mit einem weiteren Examen beendete.  Meine Lehrer für Blockflöte waren Prof. Jeanette Chemin-Petit und Prof. Christoph Huntgeburth.

1989-93 studierte ich weitere Jahre Blockflöte am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam bei Marijke Miessen und Jeanette van Wingerden und hatte auch Unterricht bei Walter van Hauwe und Paul van Nevel, außerdem im Nebenfach Gambenunterricht. Auch dieses Studium schloss ich mit einem Examen ab.

Außerdem besuchte ich 1987 und 88 Meisterkurse in Urbino, Italien, bei Han Tol und Pedro Memelsdorff.

Nach der Gründung des Ensembles Triphonia 2004 hatte ich privat Fidelunterricht bei Jane Achtmann und Rahmentrommelunterricht bei Michael Metzler, außerdem Gesangsunterricht.

Nachdem ich 2008 die Leitung des Bonhoeffer-Blockflötenorchesters Lankwitz übernommen hatte, habe ich mehrere Kurse in Dirigieren bei Thomas Lamp an der Landesmusikakademie absolviert. Bei Uli Moritz habe ich viele  Bodypercussion- und Rhythmikkurse (Taketina) besucht.

Prägende Impulse bezüglich Selbsterfahrung, authentischer Selbstdarstellung und Bühnenpräsenz bekam ich durch langjährige Teilnahme am „Essentiellen Theater“ von Lothar Hahn.

1996-2000 absolvierte ich eine Ausbildung als Yogalehrerin an der Akademie für Yoga Berlin bei Urvasi und Ananda Leone und schloss sie mit Examen und Anerkennung durch BDY/EYU ab. Ich praktiziere Yoga seit 1990.

2005-12 besuchte ich die Schule für Tai Chi Chuan Berlin bei Thomas Karthaus und Monika Mewes. 

Konzerttätigkeit
Neben dem Studium des historischen Repertoires habe ich mich viel mit Neuer Musik beschäftigt und zahlreiche für mich komponierte Stücke des Kompositionsprofessors Witold Szalonek und Kompositionsstudenten uraufgeführt, z.B. auch bei Festivals in Italien und Polen und in Berlin („Unerhörte Musik“) und war an Installationen mit experimenteller Musik und vielen Konzerten mit neuer Musik im In- und Ausland beteiligt.

1990-2002 intensive Konzerttätigkeit mit dem Trio Fontana di Trevi mit Björn Colell, Laute, und Fritzi Däublin, Gambe. Als Kammermusik-Ensemble mit Spezialisierung auf historische Aufführungspraxis spielten wir  Musik aus Barock und Frühbarock, u.a. mit Auftritten bei den Bach-Tagen und den Klangbildern. Unter diesem Namen bin ich auch oft im Duo mit der Cembalistin Sabine Erdmann aufgetreten. 

Von 1995-2001 war ich Mitglied des finnischen Blockflötenquartetts Tuulen Viemää mit drei finnischen Kollegen, von denen ich zwei bei Meisterkursen in Urbino kennengelernt hatte. Wir konzertierten zusammen in Deutschland und in Finnland, dort auch bei Festivals, Rundfunk- und Fernsehsendern. Dabei spielten wir auf  13 Instrumenten eines handgefertigten Renaissance-Blockflötenconsorts von Adrian Brown. 

Seit 2002 habe ich mit Musitabor eine lange Reihe von Produktionen für Kinder mit Alter Musik und Märchen konzipiert, immer in Zusammenarbeit mit Märchenerzählern, Schauspielern, Puppenspielern und Tänzern, vor allem mit dem Puppenspieler Martin Lenz. Seitdem gastieren wir regelmäßig bei großen Alte Musik-Festivals wie den Händel-Festspielen in Halle, beim Schütz-Fest, der Mitteldeutschen Barockmusik, dem Berliner Musikinstrumentenmuseum, den Berliner Tagen für Alte Musik, beim Erzgebirge Musikfest u.a.

2004 Gründung des Trios für Musik des Mittelalters Triphonia mit Amanda Simmons und Gaby Bultmann. Da von dieser sehr alten Musik oft nur wenig Material erhalten ist, arrangieren wir die Stücke und begleiten den ein- oder mehrstimmigen Gesang mit verschiedenen Instrumenten, wie Flöten, Fideln, Harfe, Psalter, Drehleier, Rahmentrommeln, Organetto, Hackbrett, wobei auch immer Raum bleibt für Improvisation.
2010 erschien unsere CD „Mia yrmana fremosa“ – Frauenlieder des Mittelalters.

Seit 2013 konzertiert Die Cöllner Compagney mit der Idee, Renaissance-Consortmusik in wechselnden Besetzungen mit historischen Blasinstrumenten aufzuführen. Dabei verwendet das 4-5 köpfige Ensemble Blockflöten, Krummhörner, Gemshörner und Doppelrohrblasinstrumente wie Schalmeien, Dulziane, Rankette und Pommern, sowie Perkussion und Dudelsack.